SpielPolitik!

SpielPolitik!: Die Politiksimulation im und ums Bundeshaus

Der Einblick in das Funktionieren nationaler Politik und die aktive Auseinandersetzung mit eigenen Anliegen sollen den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie politische Prozesse ablaufen und welche Einflussmöglichkeiten den beteiligten Personen zukommen. Das Verständnis für Regeln und Abläufe soll das Vertrauen in die Politik und die Akzeptanz von demokratischen Entscheidungen stärken.

Das neue Planspiel «SpielPolitik!» findet an zwei Tagen in Bern im und ums Bundeshaus statt. Die teilnehmenden Klassen bereiten sich in ihren Schulhäusern auf die Projekttage vor. Sie erarbeiten Basiswissen zur schweizerischen Demokratie und machen erste Versuche im Debattieren. Für die Projekttage in Bern reichen die Jugendlichen ein politisches Anliegen ein, das sich im Vorfeld in den Klassendebatten als wichtig herausgestellt hat und der Aushandlung und Regelung auf nationaler Ebene bedarf. Ihre eingereichten Initiativen werden vom Bundesrat («Botschaft des Bundesrats») kommentiert. Anschliessend findet die «Session», also die politische Auseinandersetzung und Beschlussfassung über die eingereichten Initiativen statt.

Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von «Nationalrätinnen und -räten» und beraten in Fraktions- und in Kommissionssitzungen über ihre eingereichten Initiativen. Eine Klasse bildet dabei eine fiktive Fraktion mit eigenem Namen und eigenem Programm. Der Glanzpunkt des Aufenthalts in Bern bildet die Schlussberatung der Initiativen im Parlament im Nationalratssaal. Nach durchgeführter Ratsdebatte beschliessen sie über die Annahme oder Ablehnung der Initiative. Vorgesehen ist, dass jeweils je zwei Klassen aus zwei Sprachregionen an den Projekttagen teilnehmen. Begegnung und Austausch über die Sprachregionen hinweg ist dabei ein ganz wichtiges Ziel.

In der Nachbesprechung des Planspiels und in den Nachbereitungen zuhause reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen zur nationalen Politik und die Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen. Am Ende eines ganzen Projektjahres werden die Initiativen für die teilnehmenden Klassen online zugänglich gemacht und alle teilnehmenden Klassen zu einer «Volksabstimmung» eingeladen. 

«SpielPolitik!» inklusive der Vor- und Nacharbeiten in den einzelnen Klassen verfolgt folgende Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler:

  • erwerben Basiswissen zu Aufbau und Funktion der nationalen Institutionen und zu den demokratischen Abläufen in der Schweizer Politik
  • setzen sich mit selbst gewählten politischen Anliegen auseinander. Sie erarbeiten sich das dazu benötigte Sachwissen und formulieren Argumente. Sie erkennen die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge des Anliegens und lernen, sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen.
  • lernen die Bundeshauptstadt und das Bundeshaus als Sitz des Schweizer Parlaments kennen
  • setzen sich mit einer Parlamentarierin / einem Parlamentarier aus ihrem Kanton auseinander. Sie lernen gezielt Fragen zu formulieren und ordnen die Antworten in ihr Wissen über das Politische System ein
  • erleben, dass nationale Politik in der Schweiz auch den Umgang mit mehreren Landessprachen bedingt
  • begegnen Gleichaltrigen aus anderen Sprachregionen der Schweiz und verständigen sich im informellen Austausch unter der Nutzung von drei Landessprachen (D/F/I)


Anmeldung:
spielleitung@schulen-nach-bern.ch
Daten 2020

Teilnahmekriterien
Schulstufe: 8. - 10 Schuljahr
Herkunft: Aus der ganzen Schweiz und aus allen Sprachregionen
Sprachkenntnisse: Bereitschaft in den zwei Sprachen, die in den Projekttagen gesprochen werden, zu kommunizieren und interagieren (Übersetzungsmöglichkeiten sind gegeben)
Vorbereitung:  Die Klassen verpflichten sich, den vorgegebenen Lernstoff und Projektaufgaben vor (und nach) den Projekttagen durchzuarbeiten. Der Aufwand entspricht zirka 15 - 20 Lektionen.

Organisation
Verein Schulen nach Bern (Schirmherrschaft)
Zentrum für Demokratie Aarau (Projektleitung)

Partner
Parlamentsdienste
Polit-Forum Bern
HEP-Verlag
LCH
SER